Wirkungsorientierte Evaluation
von Smart-City Projekten
Eine Handreichung für die praxisorientierte
Anwendung im Evaluationsprozess
Städte und Kommunen befinden sich in tiefgreifenden Veränderungsprozessen.
Die Notwendigkeit der Transformation der Kommunen in den Bereichen Digitalisierung
und Nachhaltigkeit prägt das Verwaltungshandeln zunehmend - begleitet von steigenden Erwartungen seitens Politik und Bürger:innen.
Die Implementierung von Strategien, die Allokation von Ressourcen sowie die Planung und Umsetzung von Projekten und Maßnahmen sind essenzielle Elemente, um die angestrebte Transformation zu forcieren. Mit der Zunahme geförderter kommunaler Smart-City-Projekte und einer Vielzahl von Nachhaltigkeitsinitiativen steigen jedoch auch die Ansprüche der verschiedenen Akteur:innen: Die Fördergeber erwarten belastbare Nachweise, die Politik und die Stadtbevölkerung verlangen Transparenz und die Kommunen selbst benötigen Steuerungswissen, um Strategien wirksam weiterzuentwickeln.
Häufig konzentriert sich die Bewertung, ob ein umgesetztes Projekt als “erfolgreich” zu bezeichnen ist auf klassische Kennzahlen wie: technische Inbetriebnahme, erreichte Nutzer:innenzahlen oder Kosten-Nutzen-Rechnungen. Das wird zwar politisch oft gewünscht und als ausreichend angesehen, stellt aber meistens nicht die realen Verhältnisse dar. Die Ergebnisse solcher Betrachtungen liefern zwar wichtige Hinweise zur Effizienz, beantworten aber nicht die zentrale Frage, ob und in welchem Maß die Projekte tatsächlich wirken und zu übergeordneten strategischen Zielen, wie gesteigerter Lebensqualität, sozialer Teilhabe oder Beiträgen zu globalen Nachhaltigkeits- und Digitalisierungsagenden, beitragen. Die systematische Messung von Wirkungen ist jedoch nach wie vor selten etabliert, was insbesondere auf die höhere Komplexität im Vergleich zur Überprüfung reiner Umsetzungsparameter zurückzuführen ist.
An dieser Stelle setzt die vorliegende Handreichung an. Ihr Ziel ist es, Kommunen eine Anleitung zu bieten und die wirkungsorientiere Evaluation nicht als zusätzliche Belastung, sondern als praktisches Steuerungsinstrument zu begreifen. In diesem Zusammenhang knüpft sie bewusst an das bestehende Wissen aus vorangegangenen Leitfäden an (siehe "Zum Nachlesen" – hilfreiche weitere Literatur), ergänzt diese jedoch um einen spezifischen Anwendungsbezug, der aus tatsächlichen Evaluationsprozessen mit deutschen Städten und ihren Projekten gewonnen wurde.
Passend zur Handreichung haben wir eine Excel Arbeitsmappe in der ersten Version erstellt, die Sie durch den Arbeitsprozess begleiten soll und eine geeignete Dateninfrastruktur für eine wirkungs-orientierte Prozessevaluation bietet.
Bei Interesse an der Arbeitsmappe können Sie uns gerne über folgende Adresse mit Betreff "Arbeitsmappe zur Handreichung" kontaktieren und wir schicken Ihnen das Tool zu: urbandigitainability.ttt@hfp.tum.de