Andreas Erhart

Friedrich Schiedel Fellow

Andreas Erhart ist Postdoktorand im Bereich der experimentellen Astroteilchenphysik an der Technischen Universität München. Seine experimentelle Arbeit führt er im Rahmen der internationalen NUCLEUS-Kollaboration durch, in der er hochempfindliche kryogene Detektoren zur Untersuchung der fundamentalen Eigenschaften und Wechselwirkungen von Neutrinos entwickelt. Er studierte Physik an der TUM sowie an der École Polytechnique in Frankreich. Parallel zu seiner experimentellen Forschung arbeitet Andreas in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Science and Technology Policy an der TUM School of Social Sciences and Technology; dabei untersucht er die materiellen, ökologischen und epistemischen Dimensionen der gegenwärtigen Teilchenphysik aus der Perspektive der Wissenschafts- und Technikforschung (STS).

Im Rahmen des Friedrich-Schiedel-Fellowships widmet sich Andreas genau dieser Schnittstelle: Sein Projekt untersucht, wie sich die Praktiken der Wissensproduktion in der Teilchenphysik wandeln, wenn Detektoren – die Schlüsseltechnologie dieses Fachgebiets – aus isolierten Laborumgebungen in natürliche Umgebungen verlagert werden. Mit dem Fokus auf großskalige Forschungsinfrastrukturen der Astroteilchenphysik – wie etwa unterirdische und unterseeische Neutrinodetektoren – geht das Projekt der Frage nach, wie sich das Experimentieren neu gestaltet, wenn die umgebende Umwelt selbst zum Bestandteil des experimentellen Apparats wird.