Felix Kurz
Felix Kurz ist Doktorand an der Technischen Universität München. Er arbeitet an der Schnittstelle von Innovationspolitik, Wirtschaftswissenschaften und Data Science. Seine Forschung untersucht, wie öffentliche Institutionen Innovationsökosysteme gestalten und die Technologieentwicklung steuern, um große gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen. Er kombiniert Politikanalyse, Innovationsökonomie und quantitative Methoden, um zu untersuchen, wie staatliche Akteure, Universitäten und Unternehmen gemeinsam die Entstehung, Entwicklung und Steuerung von Innovationsökosystemen, Technologie-Hubs und regionalen Clustern prägen.
Sein Fellowship-Projekt geht der Frage nach, wie München sein heutiges Innovationsökosystem verstehen kann, um die Transformationen von morgen zu unterstützen. Um dies zu beantworten, entwickelt das Projekt eine evidenzbasierte Diagnostik für eine phasenangemessene Governance. Das Entwicklungsstadium eines Innovationsökosystems lässt sich anhand von Indikatoren wie Patentdynamiken, Venture-Capital-Flüssen, wissenschaftlichem Wissensoutput und der Gründung von Start-ups ermitteln. Eine strukturierte Auswertung dieser Muster leitet öffentliche Akteure hin zu Governance-Entscheidungen, die den tatsächlichen Bedürfnissen des Ökosystems entsprechen. Das Projekt baut auf konzeptionellen Arbeiten innerhalb des Exzellenzclusters TransforM auf. Es zielt darauf ab zu zeigen, wie eine lebenszyklusbasierte Diagnostik die Steuerung von Ökosystemen verbessern kann. Auf diese Weise entwickelt sich Governance weg von pauschalen „One-size-fits-all“-Interventionen hin zu phasensensiblen, verantwortungsvollen politischen Maßnahmen, die sowohl die Chancen als auch die Risiken für das Münchner Ökosystem berücksichtigen.