Das Creativity Lab am TUM Think Tank ist ein forschungsnaher, kollaborativer Raum, der Wissenschaftler:innen, junge Menschen, Künstler:innen und Entscheidungsträger:innen zusammenbringt, um menschliche Kreativität zu erforschen, zu erproben und in gesellschaftliche Praxis zu übersetzen.

Das Creativity Lab an der TUM verbindet exzellente wissenschaftliche Forschung mit gesellschaftlicher Praxis. Eingebettet in einen politiknahen Think Tank ist es ein kollaborativer Raum, in dem Kreativitätsforschung auf Experimentieren und öffentliche Auseinandersetzung trifft.

Wir bringen Forschende, junge Menschen, Kreative und Entscheidungsträger:innen in Austausch, um zu untersuchen, wie kreative Prozesse in sozialen, technologischen und institutionellen Kontexten entstehen, sich verändern und Wirkung entfalten.

Entlang von drei zentralen Säulen – Kreativität erforschen, Menschen und Ideen verbinden und Forschung für unterschiedliche Zielgruppen übersetzen – verbindet das Lab empirische Forschung mit sorgfältig gestalteten kollaborativen Formaten und innovativer Wissensvermittlung. Ziel unserer Arbeit ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse mit gesellschaftlicher und politischer Relevanz zu verknüpfen, insbesondere in Feldern, die durch rasanten technologischen Wandel geprägt sind.

Warum es uns gibt

Kreativität spielt eine zentrale Rolle für Innovation, demokratische Teilhabe und gesellschaftliche Anpassungsfähigkeit. Die zugrunde liegenden Prozesse – verhaltensbezogen, sozial, technologisch und ethisch – sind jedoch bislang unzureichend verstanden, insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Verankerung von KI-Werkzeugen in alltäglichen kreativen Praktiken.

Das Creativity Lab existiert, um diese Lücke zu schließen. Unsere Ziele sind dreifach:

  1. Die wissenschaftliche Erkenntnis über Kreativität voranzubringen, mit besonderem Fokus darauf, wie digitale und KI-basierte Werkzeuge kreative Prozesse, Expertise und Zusammenarbeit verändern.

  2. Unterschiedliche Perspektiven aus Wissenschaft, Politik und Praxis zusammenzubringen und strukturierte Räume für Austausch zu schaffen, die Annahmen hinterfragen und neue Einsichten sichtbar machen.

  3. Forschung in zugängliche, politikrelevante und imaginative Formate zu übersetzen, um evidenzbasierte Entscheidungsfindung und eine breitere öffentliche Auseinandersetzung zu unterstützen.

Was wir tun

Das Creativity Lab ist entlang von drei zentralen Säulen organisiert:

Kreativität erforschen:

Wir betreiben empirische und theoriegeleitete Forschung, um zu verstehen, wie Kreativität in individuellen, kollektiven und institutionellen Kontexten entsteht – von künstlerischer Produktion und Problemlösung bis hin zu Politikgestaltung. Ein besonderer Fokus liegt darauf, wie KI- und digitale Werkzeuge kreative Prozesse verändern, Macht neu verteilen und neue Formen von Abhängigkeit, Bias und Ausschluss hervorbringen.

Menschen und Ideen verbinden:

Wir konzipieren forschungsbasierte Austauschformate wie Workshops, designorientierte Sprints und Storytelling-Formate, die Forschende, Jugendliche, Künstlerinnen und Entscheidungsträgerinnen zu klar definierten Fragestellungen zusammenbringen. Diese Prozesse sind nicht darauf ausgelegt, schnelle „Lösungen“ zu produzieren, sondern Spannungen sichtbar zu machen, Annahmen zu testen und Erkenntnisse unter realistischen Bedingungen zu generieren.

Forschung für unterschiedliche Zielgruppen übersetzen:

Wir verstehen Übersetzung als zentrale wissenschaftliche Verantwortung. Forschungsergebnisse werden in zugängliche, politikrelevante und imaginative Formate überführt, darunter illustrierte Berichte, Kurzfilme, Ausstellungen, Bildungsressourcen und digitale Toolkits. Diese Formate ermöglichen eine Auseinandersetzung jenseits akademischer Zielgruppen und unterstützen Entscheidungsfindung in der Praxis.

Thematische Schwerpunkte

Zu den ersten thematischen Schwerpunkten zählen:

Resiliente Narrative für die Demokratie:

In Zusammenarbeit mit Studierenden und zivilgesellschaftlichen Partnern untersuchen wir, wie kreatives Storytelling demokratische Diskurse in digitalen Räumen stärken kann. Anstatt sich ausschließlich auf Moderation oder Entfernung von Inhalten zu konzentrieren, erforschen wir, wie positive Narrative gestaltet, getestet und skaliert werden können, um antidemokratischer Sprache entgegenzuwirken und Handlungsfähigkeit im öffentlichen Raum wiederherzustellen.

Spekulative Zukünfte im öffentlichen Raum:

In Kooperation mit kulturellen Institutionen wie Museen entwickelt das Lab öffentlich zugängliche Experimente, die Teilnehmende dazu einladen, alternative Zukünfte für Orte zu erkunden, die ihnen wichtig sind. Durch die Kombination generativer KI-Werkzeuge, künstlerischer Methoden und angeleiteter Reflexion wird Spekulation zu einer kollektiven Praxis, die Menschen dabei unterstützt, mögliche Zukünfte gemeinsam zu imaginieren, zu hinterfragen und auszuhandeln.

Menschenzentrierte Governance und kreative Handlungsfähigkeit:

Wir übersetzen Forschung in Formate, die evidenzbasierte Governance unterstützen. Dazu gehört die Zusammenarbeit mit Regulierungsbehörden und öffentlichen Institutionen zur Entwicklung von Leitlinien, die junge Menschen in digitalen Umgebungen schützen und zugleich ihre Fähigkeit bewahren, in einer KI-geprägten Welt als Gestalterinnen und nicht nur als Konsumentinnen zu agieren.

Mitmachen

An Forschungsprojekten mitarbeiten: Forschende und Praktiker*innen, die Interesse an der gemeinsamen Entwicklung von Studien oder an der Einbringung empirischer Expertise haben, sind eingeladen, Partnerschaften mit dem Lab zu erkunden.

An Austauschformaten teilnehmen: Studierende, politische Entscheidungsträgerinnen, Künstlerinnen, Technologinnen und Akteurinnen der Zivilgesellschaft können an ausgewählten Lab-Formaten teilnehmen, die über unsere Website und Kanäle angekündigt werden.

Kreative Outputs beisteuern: Wir arbeiten mit Illustratorinnen, Filmemacherinnen, Designerinnen, Autorinnen und Entwickler*innen zusammen, die Interesse daran haben, Forschung in hochwertige, öffentlich zugängliche Formate zu übersetzen.

Lehre

Module an der TUM

Lost in Translation? Transforming Research into Policy and Practice.
MH16003601, VLV

Partner

Team

Sandra​ Cortesi​

LAB PI

Camila​ Hidalgo​

Lab Co-Lead

Anyu Jiang

LAB CO-LEAD

Kirsten Mueller-Daubermann

LAB MEMBER

Alexa Hasse

LAB MEMBER

Philip Pfaller

LAB coordinator

Projekte

Das Youth and Media Lab arbeitet mit partizipativen, evidenzbasierten Forschungsmethoden, die junge Menschen aktiv einbeziehen – gemeinsam mit Expertinnen aus Psychologie, Medienwissenschaft, Recht, Pädagogik und weiteren Disziplinen.

Lab