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Die Wahl zwischen „Hard“- und „Soft“-Löschrichtlinien – Ein REMODE-Policy Paper

24. Jun 2024

Das Policy Paper erweitert das Argument, dass soziale Medienplattformen bei der Inhaltsmoderation einen Soft-Deletion-Ansatz wählen sollten. Anstatt schädliche Beiträge vollständig zu löschen, werden sie durch Hinweise ersetzt, die erklären, warum der Inhalt entfernt wurde. Dadurch bleibt der Gesprächsverlauf erhalten und es entsteht Transparenz. Betroffenen Nutzerinnen und Nutzern sollte außerdem die Möglichkeit gegeben werden, eine Hard Deletion zu wählen. Dieser Ansatz fördert Verantwortlichkeit und bewahrt zugleich den Kontext.

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Aktuelle regulatorische Entwicklungen unterstreichen die Bedeutung von Inhaltsmoderation in sozialen Medien. In der Regel bedeutet Moderation das Entfernen von Inhalten, die gegen Regeln oder Gesetze verstoßen. Während die binäre Frage, ob Inhalte entfernt werden sollen, viel Aufmerksamkeit erhalten hat, wurde der Frage, wie schädliche Inhalte entfernt werden, bisher weniger Beachtung geschenkt.

Das Projekt Reinnovating Content Moderation (REMODE) stellte fest, dass Nutzerinnen und Nutzer mit den derzeitigen Hard-Deletion-Praktiken unzufrieden sind, da sie den Gesprächskontext stören. Dieses Policy Paper untersucht Gestaltungsmöglichkeiten für das Löschen von Inhalten mit dem Ziel, den Kontext besser zu bewahren, Transparenz zu schaffen und die Nutzer-Solidarität zu stärken.

Content-Moderation neu denken: Einführung von Soft Deletion

 

Die gängige Praxis der Hard Deletion, bei der problematische Beiträge vollständig gelöscht werden, stört häufig den Gesprächsverlauf, da wichtiger Kontext verloren geht. Soft Deletion hingegen ersetzt gelöschte Beiträge durch Hinweise, die erklären, warum der Beitrag entfernt wurde. So bleibt der Diskussionsfluss erhalten, während schädliche Inhalte entfernt werden.

Betroffene Nutzerinnen und Nutzer sollten jedoch die Möglichkeit haben, sich dagegen zu entscheiden und stattdessen eine Hard Deletion zu wählen. Zur Transparenz sollten Soft-Deletion-Hinweise die verletzte Regel nennen, auf die entsprechende Richtlinie verlinken und – optional – den Benutzernamen sowie das Datum des ursprünglichen Beitrags enthalten. Dieser Ansatz fördert Verantwortlichkeit und erhält die Kohärenz von Diskussionen.

 

Christian Djeffal

Principal Investigator

Hannah Tilsch

Project Member

Lisa Mette

Project Member

Chithra Madhusudhanan

Project Member

Projekte

The Content Moderation Lab explores how digital platforms regulate online speech—and how these choices influence user behavior, public attitudes, and democratic engagement.​

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Reboot Social Media Lab

The Reboot Social Media Lab reimagines social media by exploring and developing ways that can transform and redesign its functioning for users. The collaborative initiative unites stakeholders from academia, media, civil society, and the public and private sectors under one common goal: making social media platforms a better place for everyone.

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