QuantWorld – Quantentechnologien für alle zugänglich machen.
Das Vorzeigeprojekt QuantWorld untersucht die Zukunft der Quantentechnologien in bestimmten Bereichen wie dem Bankwesen, der Medizin und der Mobilität.
QuantWorld wird vom Bundesministerium für Forschung, Raumfahrt und Technologie mit 1,9 Millionen Euro gefördert. Unter der Koordination der Technischen Universität München (TUM) in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut AISEC und den Universitätskliniken der TUM untersucht das Projekt, wie Quantentechnologien der zweiten Generation (QT 2.0) Schlüsselbereiche wie Medizin, Bankwesen und Mobilität prägen könnten. Das Projekt verfolgt einen menschenzentrierten Ansatz, bei dem die Bürger im Mittelpunkt stehen, um Vertrauen in Quantentechnologien aufzubauen und diese greifbar zu machen.
Die Lernplattform
Eine Lernplattform für alle, die sich für die Welt der Quantentechnologien interessieren.
Das Herzstück des Projekts ist die QuantWorld-Lernplattform, eine modulare, digitale Umgebung mit frei zugänglichen Materialien und Zertifizierungsmöglichkeiten. Anstatt bei Physik oder Mathematik anzusetzen, geht sie von den alltäglichen Bedürfnissen und Erfahrungen der Menschen aus.
Die QuantWorld-Lernplattform verbindet modernes Design mit einem einzigartigen Lernansatz. Zunächst werden die potenziellen Auswirkungen der Technologie auf das Leben der Menschen in „Lebenswelten“ untersucht, woraufhin die Nutzer tiefer in die Grundlagen der Quantenmechanik eintauchen können. Von dort aus können die Nutzer auch einen Schritt zurücktreten, um die Welt der Quanten-Governance oder die auf Quantentechnologien angewandte RRI (Responsible Research and Innovation) zu erkunden oder Zukunftsszenarien zu entdecken.
Künstlerische Interventionen
Künstlerische Interventionen eröffnen eine einzigartige Perspektive auf die abstrakte Welt der Quantentechnologien.
Einer der einzigartigen Forschungsschwerpunkte des Quantum Social Lab ist sein kontinuierliches Engagement im Bereich der Künste. Von Anfang an haben wir künstlerische Interventionen nicht als nebensächlich, sondern als integralen Bestandteil unserer Forschung, Bildung und Gemeinschaftsbildung betrachtet. Während die Künste in Diskussionen über Wissenschaft und Innovation oft übersehen werden, sind wir der Überzeugung, dass ein ganzheitlicher Ansatz für Quantentechnologien das gesamte Spektrum menschlicher Kreativität und Ausdruckskraft erfordert.
Wir nutzen künstlerische Interventionen, um die abstrakten Konzepte der Quantentechnologien greifbarer und zugänglicher zu machen. Künstler*innen werden als Artist-in-Residence an das QSL der TUM eingeladen, um gemeinsam mit Bürger*innen und Studierenden innovative Kunstwerke zu schaffen. Ziel ist es, abstrakte Inhalte in greifbare Erfahrungen zu übersetzen und so das Engagement und das Verständnis zu fördern.
Artists-in-residence
Für mich kann Kunst als Vermittlerin und Übersetzerin komplexer technologischer Konzepte fungieren und diese in verständliche, fesselnde Erlebnisse verwandeln, die sowohl für den Einzelnen als auch für die Gesellschaft insgesamt leichter zu begreifen sind. [...]
[...] Quantentechnologien der zweiten Generation finde ich äußerst interessant, da sie auf dem Zustand der „zerbrechlichen Kohärenz“ beruhen und sich aus dieser scheinbaren Zerbrechlichkeit ein transformatives Potenzial ergeben kann.
[...] Die Konzepte, die der Quantenwelt zugrunde liegen, faszinieren mich zutiefst, und ich bin überzeugt, dass ein besseres und tieferes Verständnis dieser Technologie der Menschheit dabei helfen wird, die Ursprünge unserer Spezies und uns selbst zu begreifen. Wir müssen jedoch darauf achten, wie die Gesellschaft dieses mächtige Werkzeug einsetzt. [...]
Dieser Raum zwischen Technologie und Nutzer ist einer der spannendsten und zugleich herausforderndsten Bereiche überhaupt. Geht man ihn mit einer technischen Denkweise an oder mit der Perspektive des Endnutzers?
Ich habe das Gefühl, dass uns die Künste schon immer dabei geholfen haben, diese Kluft zu überbrücken.
Young Quantum Social Scientists
Das „Young Quantum Social Scientists“ (YQSS) ist ein einjähriges Stipendium des Quantum Social Lab. Es wurde ins Leben gerufen, um die nächste Generation von Wissenschaftlern an der Schnittstelle von Quantentechnologien, Politik und Gesellschaft auszubilden und zu fördern.
Die Teilnehmer des YQSS leisten einen direkten Beitrag zu den Projekten des Labors, unterstützen Partner und betreiben eigene Forschung zu den gesellschaftlichen Auswirkungen der Quantenphysik. Sie stellen kritische Fragen zu Governance, Verantwortung, öffentlichem Verständnis und globaler Gerechtigkeit im Bereich der Quanteninnovation.
Mitmachen
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, beim Quantum Social Lab mitzumachen.
- Melden Sie sich für unsere Module an.
- Bewerben Sie sich für das Programm „Young Quantum Social Scientists“.
- Nehmen Sie an einer unserer öffentlichen Veranstaltungen teil.
- Kontaktieren Sie uns für weitere Kooperationen bei Forschungs-, Politik- oder Kunstprojekten.