Der Einsatz von Virtual-Reality-Technologien in der (Ingenieurs-) Ausbildung
Wie kann Virtual Reality (VR) zu einem transformativen Werkzeug in der Lehre werden?
Über das Projekt
Der Wert von Virtual Reality (VR) liegt nicht in seiner Neuartigkeit, sondern in seiner Fähigkeit, aktives, erfahrungsbasiertes und kontextreiches Lernen auf eine Weise zu ermöglichen, die in physischen Umgebungen oft nicht realisierbar ist.
VR eignet sich besonders für die Simulation gefährlicher, komplexer oder kostenintensiver Umgebungen. Lernende können dadurch technische Fertigkeiten trainieren, Variablen gezielt verändern und wiederholt durch Trail and Error lernen und das ohne Materialverschwendung und hohen Sicherheitsrisiken.
Dieses Dokument ist folgendermaßen aufgebaut:
- Zunächst werden die theoretischen Grundlagen für den Einsatz von VR in der Bildung erläutert.
- Anschließend werden allgemeine Best Practices für die Gestaltung VR-gestützter Bildungsangebote über verschiedene Fachrichtungen hinweg vorgestellt.
- Danach wird darauf eingegangen, warum VR insbesondere für die Ingenieurausbildung als besonders geeignet gilt.
- Abschließend werden konkrete, fachspezifische Praxisbeispiele für den Einsatz von VR in der Ingenieurausbildung vorgestellt.
7 Best Practices für den Einsatz von VR in der Lehre:
Lernziele priorisieren
Definieren Sie messbare Lernziele. VR sollte nur dort eingesetzt werden, wo sie einen klaren Mehrwert bietet.
Einbettung in den Lehrplan
Integrieren Sie VR in die Lernziele und Prüfungsformate des Kurses. Der Einsatz sollte auf konstruktivistischen und erfahrungsorientierten Lerntheorien basieren.
Sequenziertes Lernen
Sorgen Sie für eine angemessene Vorbereitung der VR-Nutzung sowie für Nachbereitung und Reflexion nach der Anwendung mit den Lernenden, um Lernerfolge zu steigern.
Benutzerfreundlichkeit und Zugänglichkeit
Reduzieren Sie die kognitive Belastung, gestalten Sie die Navigation konsistent und bevorzugen Sie klare, einfache Darstellungen gegenüber übermäßig realistischen Visualisierungen.
Gesundheit und Sicherheit
Begrenzen Sie die Sitzungsdauer auf maximal 15–20 Minuten, achten Sie auf hohe Bildwiederholraten und geringe Latenzzeiten, bieten Sie visuelle Orientierungspunkte sowie optionale 2D-Modi an und ermöglichen Sie nutzergesteuerte Fortbewegung.
Kollaboration von Anfang an mitdenken
Entwickeln Sie gemeinsame Aufgaben und Rollen sowie angeleitete Reflexionsphasen, um soziale Präsenz und Teamkompetenzen gezielt zu fördern.
Unterstützung, Infrastruktur und Governance
Schulen Sie Lehrende, stellen Sie technischen Support bereit und berücksichtigen Sie Fragen des Datenschutzes, der Privatsphäre und der informierten Einwilligung.
Lesen Sie das ganze Best Practice Dokument hier auf Englisch: