Output / Publikation

Der Einsatz von Virtual-Reality-Technologien in der (Ingenieurs-) Ausbildung

von Mitja Kara, Auxane Boch, Stephan Bantscheff
11. Jun 2026

Wie kann Virtual Reality (VR) zu einem transformativen Werkzeug in der Lehre werden?

Über das Projekt

Der Wert von Virtual Reality (VR) liegt nicht in seiner Neuartigkeit, sondern in seiner Fähigkeit, aktives, erfahrungsbasiertes und kontextreiches Lernen auf eine Weise zu ermöglichen, die in physischen Umgebungen oft nicht realisierbar ist.

VR eignet sich besonders für die Simulation gefährlicher, komplexer oder kostenintensiver Umgebungen. Lernende können dadurch technische Fertigkeiten trainieren, Variablen gezielt verändern und wiederholt durch Trail and Error lernen und das ohne Materialverschwendung und hohen Sicherheitsrisiken.

Dieses Dokument ist folgendermaßen aufgebaut: 

  • Zunächst werden die theoretischen Grundlagen für den Einsatz von VR in der Bildung erläutert.
  • Anschließend werden allgemeine Best Practices für die Gestaltung VR-gestützter Bildungsangebote über verschiedene Fachrichtungen hinweg vorgestellt.
  • Danach wird darauf eingegangen, warum VR insbesondere für die Ingenieurausbildung als besonders geeignet gilt.
  • Abschließend werden konkrete, fachspezifische Praxisbeispiele für den Einsatz von VR in der Ingenieurausbildung vorgestellt.

 

7 Best Practices für den Einsatz von VR in der Lehre:

Lernziele priorisieren

Definieren Sie messbare Lernziele. VR sollte nur dort eingesetzt werden, wo sie einen klaren Mehrwert bietet.

Einbettung in den Lehrplan

Integrieren Sie VR in die Lernziele und Prüfungsformate des Kurses. Der Einsatz sollte auf konstruktivistischen und erfahrungsorientierten Lerntheorien basieren.

Sequenziertes Lernen

Sorgen Sie für eine angemessene Vorbereitung der VR-Nutzung sowie für Nachbereitung und Reflexion nach der Anwendung mit den Lernenden, um Lernerfolge zu steigern. 

Benutzerfreundlichkeit und Zugänglichkeit

Reduzieren Sie die kognitive Belastung, gestalten Sie die Navigation konsistent und bevorzugen Sie klare, einfache Darstellungen gegenüber übermäßig realistischen Visualisierungen.

Gesundheit und Sicherheit

Begrenzen Sie die Sitzungsdauer auf maximal 15–20 Minuten, achten Sie auf hohe Bildwiederholraten und geringe Latenzzeiten, bieten Sie visuelle Orientierungspunkte sowie optionale 2D-Modi an und ermöglichen Sie nutzergesteuerte Fortbewegung.

Kollaboration von Anfang an mitdenken

Entwickeln Sie gemeinsame Aufgaben und Rollen sowie angeleitete Reflexionsphasen, um soziale Präsenz und Teamkompetenzen gezielt zu fördern.

Unterstützung, Infrastruktur und Governance

Schulen Sie Lehrende, stellen Sie technischen Support bereit und berücksichtigen Sie Fragen des Datenschutzes, der Privatsphäre und der informierten Einwilligung.

Lesen Sie das ganze Best Practice Dokument hier auf Englisch: 

Best Practices 

Autoren

Mitja Kara

Auxane Boch

friedrich schiedel fellow

Stephan Bantscheff

Projekte

Die Arbeitsgruppe Immersive Realitäten leistet Pionierarbeit für verantwortungsvolle Innovationen im Bereich XR und soziale Agenten, indem sie eine Brücke zwischen Wissenschaft, Industrie und Politik schlägt, um eine menschenzentrierte, gerechte digitale Zukunft zu gestalten.

Lab