News / Forschungstagebuch

The Foresight Notes von Niklas Lundblad

von Nicklas Berild Lundblad
23. Apr 2026

Dieses Forschungstagebuch widmet sich den Themen Zukunftsforschung und Zukunftsstudien und befasst sich insbesondere damit, wie wir unsere Methoden und Instrumente mithilfe verschiedener kognitiver Technologien weiterentwickeln können.

Die Reihe spiegelt eine Neuausrichtung meines Fellowships am TUM Think Tank wider, und ich hoffe, es wird interessant, sie zu verfolgen!

Alle Ausgaben des Forschungstagebuchs hier

  • Notiz 1: Antizipation und Vorhersage

    Wie definieren wir die Funktion von Vorausschau? Ein möglicher Ansatz lautet: Alle Vorausschautechniken und -methoden sind kognitive Werkzeuge, die Ihnen helfen sollen, Ihre Denkweise auf sinnvolle und vorteilhafte Weise zu verändern. Wenn Sie allgemein über die Zukunft sprechen, sie beobachten oder lediglich zur Kenntnis nehmen, betreiben Sie streng genommen keine Vorausschau. Dies deutet darauf hin, dass es einen Unterschied zwischen bloßer Vorhersage und Antizipation gibt.

  • Notiz 2: Invarianzen und Trends

    Bei der Zukunftsforschung geht es zu einem großen Teil um die Prognose von Trends – und mit Trends meinen wir Wandel. Bei jeder unserer Auseinandersetzungen mit der Zukunft beginnen wir zumeist mit der Frage: „Was verändert sich?“ Der Grund hierfür ist denkbar einfach: Wir wollen uns auf diesen Wandel vorbereiten und versuchen zu verstehen, wie er sich auf uns, unsere Organisation und unsere Zukunft insgesamt auswirken wird.

  • Notiz 3: Die Zukunft einer Entscheidung

    Wenn man mit Foresight-Projekten arbeitet, wird schnell deutlich, dass es wichtig ist, worauf wir uns konzentrieren. Sich einfach allgemein auf die Zukunft zu konzentrieren, ist manchmal spannend, weil es uns erlaubt, das breite Spektrum an Möglichkeiten zu erkunden, das die Zukunft mit sich bringt - aber es bedeutet auch, dass wir spezifische Erkenntnisse zugunsten breiter Perspektiven opfern.

  • Notiz 4: Orakel

    Die Geschichte der Foresight-Forschung liefert uns interessante Einblicke in die Mechanismen und Dynamiken, die wir nutzen können, um unser Verhältnis zur Zukunft heute zu verstehen, und sie gibt uns auch nützliche Hinweise darauf, wie wir neue Foresight-Methoden gestalten können.

  • Notiz 5: Die Wichtigkeit des Jetzt!

    Bei der Arbeit mit Zukunftsforschung dürfen wir vor allem eines nicht vergessen: Zukunftsforschung muss irgendwo beginnen. Die Wurzeln der Zukunft liegen in der Gegenwart. Und die Gegenwart ist ein insgesamt noch wenig erforschter und theoretisch eher unterbelichteter Bereich der Zukunftsforschung. Der Ausgangspunkt, also die Momente, von denen wir ausgehen, ist entscheidend, um wirklich dorthin zu gelangen, wo wir hin müssen.

Werfe einen Blick auf die erste Reihe von Forschungsnotizen zu künstlichen Akteuren, Handlungsfähigkeit und Institutionen.

Autor

Nicklas Berild Lundblad

FELLOw of practice

Projekte

Nicklas Berild Lundblad joins the TUM Think Tank as a Senior Fellow of Practice to develop a novel interdisciplinary framework for understanding how artificial agency transforms institutions, shapes human identity, and increases social complexity. 

Fellowship

Integrating experienced practitioners into the work of the TUM Think Tank

Fellowship