Forschungsbasiertes Theater: Ein innovativer Ansatz zur Vermittlung und Gestaltung der Forschung und Entwicklung im Bereich der KI-Ethik
Sollten wir uns für emotionale Unterstützung auf KI verlassen? Können wir ihr unsere persönlichsten Entscheidungen anvertrauen? Kann KI moralische Orientierung bieten?
Über das Projekt
Das MoralPLai-Projekt verfolgt einen kreativen Ansatz zur Durchführung, Vermittlung und Kommunikation von KI-Ethik-Forschung durch die Linse der Kunst. Mit forschungsbasiertem Theater als Kernmethode untersucht, kommuniziert und reflektiert das Projekt aktuelle KI-Ethik-Forschung auf eine Weise, die sowohl Fachpublikum als auch die breite Öffentlichkeit anspricht. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Frage, wie KI-Chatbots ethische Entscheidungsfindung beeinflussen. Anhand von Experteninterviews untersucht das Team deren mögliche Chancen und Risiken, gesellschaftliche Implikationen sowie die Systemanforderungen für eine verantwortungsvolle Entwicklung und Nutzung. Die Ergebnisse werden in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht und zugleich in eine Theateraufführung umgewandelt, um ein breiteres Publikum zu erreichen und KI-Kompetenz zu fördern.
„Die dritte Stimme", das im Rahmen des Projekts entwickelte forschungsbasierte Theaterstück, dramatisiert die ethischen und emotionalen Spannungen, die entstehen, wenn KI-Chatbots als moralische Berater eingesetzt werden. Es erzählt die Geschichte einer Ärztin und ihrer Tochter, die beide in einer moralisch komplexen Situation einen Chatbot zu Rate ziehen. Die Aufführung lädt das Publikum zu einem kritischen Gespräch über die Rolle von KI in unserem Leben ein und verbindet Erzählung und Forschung, um Reflexion und Dialog anzuregen. „Die dritte Stimme" feierte am 22. Mai 2025 im Amerikahaus München seine Premiere, gefolgt von einer Abstimmung, einer Podiumsdiskussion und einer offenen Fragerunde, um die Auseinandersetzung mit den Themen des Stücks zu vertiefen.